JMP gradation

Neu in JMP® 13

JMP 13 hilft Ihnen auf Ihrem Weg zum Erfolg. Entdecken Sie, wie neue Analyseplattformen, erweiterte Funktionen und ein verbesserter Analyse-Arbeitsablauf Sie vom Importieren der Daten bis zur Weitergabe der Ergebnisse unterstützen, unerwartete Einsichten in Ihre Daten zu gewinnen.

So erhalten Sie JMP 13

Neu in JMP 13

Funktion „Abfrage erstellen“ für JMP-Tabellen

Die Funktion „Abfrage erstellen“ für relationale Datenbanken und SAS-Dateien ist schnell zur bevorzugten Methode für das einfache Erstellen präziser Abfragen geworden, da sie problemlos wiederholt und weitergegeben werden können und für sie kein eigener SQL-Code geschrieben werden muss. Bis jetzt war es jedoch nicht möglich, bereits im Speicher vorhandene JMP-Tabellen mit „Abfrage erstellen“ zu verbinden. Der Aufwand, eine Datenbank zu erstellen, um bereits in JMP vorhandene Daten zu verbinden, war unverhältnismäßig groß. In JMP 13 stellt die Funktion „Abfrage erstellen“ über dieselbe Benutzeroberfläche wie der SQL Query Builder und der SAS Query Builder Abfragen und eine Verbindungsoption für mehrere JMP-Tabellen bereit. Wenn Sie die neue Funktion „Abfrage erstellen“ von JMP 13 erst einmal kennengelernt haben, werden Sie sich fragen, wie Sie jemals ohne sie auskommen konnten.

JMP 13 bietet außerdem zahlreiche Verbesserungen, die dazu beitragen, die Abläufe bei der Datenvorbereitung zu optimieren. Um nur ein paar davon zu nennen:

  • Ausführen eines Skripts in einer Datentabelle über eine Schaltfläche
  • Optionen für „Neue Spalte“ im Kontextmenü (Rechtsklick) der Datentabelle
  • Einfacheres Erstellen und Anzeigen von Formeln mit einem überarbeiteten Formeleditor
  • Zugriff auf den lokalen Datenfilter über das mit dem roten Dreieck verfügbare Hauptmenü, nicht mehr über das Skript-Untermenü
  • Verwendung von SQL als Abfragesprache in JSL

Dashboard Builder

Wissenschaftler und Techniker müssen häufig andere Personen ohne entsprechendes Analyse-Fachwissen von der ermittelten Änderungslösung überzeugen. Für eine klare und überzeugende Kommunikation ist ein einzelnes präsentationsfähiges Dashboard für die Visualisierung der „Goldstandard“. In früheren Versionen von JMP waren für die Erstellung eines Dashboards viele einzelne Schritte erforderlich. Im Dashboard Builder von JMP 13 können Sie JMP-Berichte mit wenigen Klicks in ein präsentationsfähiges Dashboard zusammenfassen. Der Dashboard Builder unterstützt Sie dabei mit folgenden zeitsparenden Funktionen:

  • Ziehen und Ablegen von Vorlagen
  • Größere, deutlich sichtbare Ablagebereiche wie „Graphik erstellen“
  • Zuweisung von Graphen als Filter mit einem einzigen Klick
  • Benutzerspezifische Analysen und Neuorganisation des Layouts in Echtzeit
  • Einfaches Erstellen von Dashboards mit mehreren Registern
  • Ein interaktiver HTML-Bericht, der das Layout Ihres Dashboards bewahrt und an andere Personen, die JMP nicht verwenden oder keinen Zugriff darauf haben, weitergegeben werden kann

Virtuelles Verbinden

Mithilfe virtueller Verbindungen können Sie große (oder viele) Tabellen einfach verbinden bzw. verwalten. In früheren Versionen von JMP mussten Tabellen physisch verbunden werden. In einigen Fällen waren dafür größere Speicherkapazitäten erforderlich, als verfügbar. Beispiel: Sie möchten eine lange Tabelle mit einer breiten Tabelle verbinden (wöchentliche Werte und sekündlich erfasste Daten). Auch im günstigsten Fall war hierzu bislang die erforderliche Speicherkapazität sehr hoch. Im schlechtesten Fall konnten die beiden Tabellen überhaupt nicht verbunden werden. Mit der virtuellen Verbindung in JMP 13 erhalten Sie die Vorteile einer Verbindung, ohne eine neue Tabelle erstellen oder Speicherkapazitäten opfern zu müssen. Die eingesparte Speicherkapazität kann signifikant sein – sowohl virtuell als auch physisch – insbesondere, wenn Spalten lange Zeichenfolgen oder Bilder enthalten.

Prozess-Screening

In früheren JMP-Versionen gab es keine Möglichkeit für ein automatisches Screening von Hunderten oder gar Tausenden Prozessen. Prozesssteuerungsanalysten, Six-Sigma-Experten, Halbleiter- und andere Qualitäts-Ingenieure mussten diese Berichte einzeln sichten. Ein großer Teil der für die Problemfindung verfügbaren Zeit wurde daher darauf verwendet, einwandfrei gesteuerte Prozesse zu beobachten. JMP 13 bietet einen deutlichen besseren Weg.

In der Prozess-Screening-Plattform von JMP 13 können Sie schnell den Zustand von Prozessen mit dem Prozessleistungs-Graphen ermitteln und mit einer anpassbaren Kombination von Tests und Metriken einfach erkennen, welche Prozesse zusätzliche Aufmerksamkeit erfordern. Sie können für jeden beliebigen Prozess einfach Qualitätsregelkarten und Prozessfähigkeitsberichte erstellen.

Dies führt zu einer großen Zeitersparnis, die es Ihnen ermöglicht, sich auf die Problemlösung zu konzentrieren und weniger auf Änderungen innerhalb der Prozesse selbst.

Die Prozess-Screening-Plattform in JMP 13 stellt Prädiktor-Screening (vormals „Screening-Prädiktoren“) und Zielgrößen-Screening sowie andere Modellierungsfunktionen (wie beispielsweise „Ausreißer untersuchen“ und „Fehlende Werte untersuchen“) gemeinsam im neuen Screening-Untermenü des Menüs „Analysieren“ bereit.

Text Explorer

Unstrukturierte Textdaten können in vielen Formaten vorhanden sein. Umfrageergebnisse, Reparaturprotokolle, Konstruktionsberichte und Felder mit freien Antworten sind nur ein paar Beispiele. In früheren Versionen von JMP konnten Marktforscher, Garantieleistungstechniker, medizinische Fachkräfte, Ingenieure und Wissenschaftler nur wenig mit den Bergen ihrer textbasierten Daten in JMP anfangen, außer Wörter zu zählen und zu protokollieren. Der Text Explorer von JMP 13 verwendet natürliche Sprachverarbeitungsalgorithmen (Natural Language Processing, NLP), mit denen mehrere Dokumente (der sogenannte Korpus) auf Fakten und Beziehungen zwischen unstrukturierten Textdaten durchsucht werden können. Mit Text Explorer können Sie die Aussagen hinter Ihren Textdaten einfach sichten und freilegen, anstatt sie manuell bearbeiten oder vollständig ausklammern zu müssen.

Text Explorer in JMP:

  • Bietet Methoden für die grundlegende Extraktion von Schlüsselwörtern
  • Verwendet lokale Neucodierung zum Bereinigen von Dokumenten, ohne die Originaltexte zu ändern
  • Ermöglicht das Ermitteln verborgener Informationen in Textdaten
  • Ermöglicht informatives Verarbeiten von Textdaten

Verbesserter Exportvorgang

Die Weitergabe von JMP-Ergebnissen außerhalb von JMP ist in JMP 13 noch einfacher und effizienter.

In der Vergangenheit war es zeitaufwendig, eine Übersichts-Website der JMP-Ergebnisse zu erstellen – ohne diese war ein Bericht jedoch häufig unvollständig. Interaktive HTML-Berichte sind nützlich, aber ein einzelner Bericht kann gewöhnlich nicht den gesamten Analyseprozess abbilden. Automatische HTML-Berichte in JMP lösten dieses Problem durch die Bereitstellung einer verknüpften, indizierten Miniaturbilder-Sammlung der HTML-Berichte. Hierfür war jedoch die Installation eines Add-ins erforderlich. JMP 13 enthält eine Funktion zur automatischen Erstellung von HTML-Berichten.

Auch das mühsame und fehleranfällige Kopieren und Einfügen mehrerer JMP-Tabellen in Excel-Arbeitsmappen gehört der Vergangenheit an. Sie können nun eine Excel-Arbeitsmappe mit mehreren JMP-Tabellen erstellen (jede Tabelle in ein eigenes Arbeitsblatt), diese aktualisieren oder erweitern – jeweils mit einem einzigen Klick.

Interaktive HTML-Berichte

Wir haben Benutzer gefragt, welche JMP-Berichte als interaktive HTML-Berichte verfügbar sein sollten, und die Antwort war nahezu einstimmig: Graphik erstellen! Diese Anforderung wurde umgesetzt. Interaktive HTML-Exporte unterstützen nun die meisten Elemente von „Graphik erstellen“. Wir erfüllen die Wünsche der Benutzer gerne.

Sie erhalten interaktive Versionen von Punkten, Glättungen, Ellipsen, Linien, Balken, Bereichen, Box-Plots, Histogrammen, Heatmaps, Mosaikdiagrammen, Titelfeldern und Kartenformen. Wir haben auch daran gearbeitet, dass Ihre ansprechenden Dashboards aus dem Dashboard Builder ebenso gut aussehen, wenn sie in interaktiven HTML-Code transformiert werden.

Neue Funktionen von „Graphik erstellen“

Eine der beliebtesten Funktionen in JMP ist „Graphik erstellen“. Sie wird von nahezu allen Benutzern nutzbringend eingesetzt und hilft ihnen, anspruchsvolle Graphiken zu erstellen, mit denen sie die Aussagen hinter ihren Daten mühelos vermitteln können. In JMP 13 hat „Graphik erstellen“ nun eine Reihe neuer Funktionen und weitere Verbesserungen erhalten:

  • Paralleldiagramme werden nun unterstützt
  • Tree Maps unterstützen eine beliebige Zahl von Verschachtelungsebenen mit größerer Kontrolle über die Beschriftungen
  • Für Konfidenzbänder kann die Stufe „Alpha“ festgelegt werden
  • Das Ordnen von Punkten ist nun einfacher – ein Rechtsklick auf die X-Achse genügt
  • Das Linienelement unterstützt mehrere „Durchgezogen verbinden“-Optionen und die Option „Zentrierter Schritt“
  • Die Legenden haben ein neues Einstellungsmenü und können in den Graph platziert werden
  • Der geometrische Mittelwert wurde zur Option „Zusammenfassung“ hinzugefügt
  • Für das Ellipsenelement kann nun der Korrelationskoeffizient angezeigt werden
  • Die Eigenschaft „Zielgrößenachse“ wird nun von allen zulässigen Elementen unterstützt
  • Es sind mehrere Größen- und Farbvariablen erlaubt
  • Es gibt auch noch eine Reihe weiterer bemerkenswerter neuer Funktionen in JMP, die dem Benutzer die Arbeit erleichtern:
    • Änderungen durch einen einzelnen Klick für Quantile, Wochentage, zufällige Stichproben und gleitenden Mittelwert
    • Formelbasierte benutzerdefinierte Formate für Zahlen
    • Neue Farbschemata und Helligkeitseinstellung

Designs vergleichen

In früheren Versionen von JMP war es schwierig für DOE-Experten, Designs zu vergleichen, insbesondere bei mehr als zwei Designs. Es war ein manueller Prozess, bei dem Elemente kopiert und eingefügt oder Ansichten zwischen verschiedenen Design-Auswertungen umgestellt werden mussten. Nun können Sie bis zu drei konkurrierende Designs vergleichen und erhalten alle Diagnoseergebnisse in einem Bericht. Die Vergleichsmöglichkeiten umfassen Power, Korrelation, Vorhersagevarianz, Aliasbildung und Effizienz.

Allgemeine Verbesserungen der Versuchsplanung

Mit jeder neuen Version verbessert JMP seine hervorragenden Versuchsplanungsfunktionen. JMP 13 bietet folgende wichtigen Verbesserungen:

  • Unterstützung für zusätzliche Einzelversuche innerhalb von definitiven Screening-Designs (DSDs). Diese Designs bewahren die attraktiven Aliasbildungseigenschaften eines DSDs und bieten gleichzeitig mehr Leistung aufgrund der zusätzlichen Einzelversuche. Es gibt Optionen für null, vier oder acht zusätzliche Einzelversuche
  • Das DOE-Menü wurde um die Plattform „Definitives Screening anpassen“ erweitert, eine spezielle auf DSDs zugeschnittene Modellierungstechnik
  • Sie können Zielgrößen simulieren und somit Daten aus einer Normal-, Binomial- oder Poisson-Verteilung simulieren sowie die Simulationsparameter nach der Erstellung des Designs anpassen, indem Sie das DOE-Simulationsskript in der Datentabelle ausführen
  • Aktualisierungen der DOE-Menüstruktur gruppieren die Designer unter beschreibenden Titeln und bieten somit einen intuitiveren Zugriff

Nicht normalverteilte Prozessfähigkeitsanalyse

In früheren Versionen von JMP konnten Qualitätssicherheitsanalysten, Qualitätsingenieure, Lieferantenqualitätsingenieure und Six Sigma-Experten Prozessfähigkeitsanalysen für normal verteilte Prozesse in der Prozessfähigkeits-Plattform durchführen. Für nicht normalverteilte Prozesse mussten sie dagegen die Verteilungsplattform nutzen. JMP bot Standard-Prozessfähigkeitsindizes, die jedoch nur anwendbar sind, wenn die Prozessverteilung normal ist. In JMP 13 können Sie Berichte in einer einzelnen Plattform erstellen, unabhängig von den Verteilungen der Prozesse. Außerdem können Sie in JMP 13 Folgendes:

  • Die Verteilung für jeden Prozess in dem Bericht unabhängig festlegen und diese Einstellungen als Spalteneigenschaften speichern
  • Nichtparametrische Prozessfähigkeitsindizes verwenden, wenn die Prozessverteilung nicht normal ist

Modelle für kumulierten Schaden

Design-, Produktions- und Testingenieure müssen in der Lage sein, Zeit-bis-Ereignis-Daten in nicht-konstanten Stresssituationen zu analysieren. Klassische beschleunigte Lebensdauertests (Accelerated Life Tests, ALTs) gehen jedoch von konstantem Stress über die gesamte Lebensdauer einer Einheit aus. Plattform für kumulierten Schaden in JMP 13:

  • Bietet eine Alternative zu klassischen beschleunigten Lebensdauertests
  • Unterstützt die Analyse beschleunigter Tests, die variierende Stressprofile verwenden
  • Unterstützt die Analyse von Felddaten in beliebigen Stressszenarios
  • Analysiert Daten, die Profile von schrittweiser Belastung, Rampenbelastung sowie sinusförmig oder stückweise ansteigender Belastung aufweisen

Zuverlässigkeitswachstum in verschiedenen Systemen

Bislang mussten Ingenieure bei der Analyse des Zuverlässigkeitswachstums auf gleichzeitigen und parallelen Systemen häufig konkurrierende Software verwenden. Jetzt bietet die Zuverlässigkeitswachstum-Plattform von JMP folgende neue Funktionen:

  • Analyse gleichzeitiger Systeme: Mehrere ähnliche Systeme werden gleichzeitig untersucht. Wenn ein System ausfällt, wird die verwendete Designkorrektur auch auf die anderen untersuchten Systeme angewendet.
  • Analyse paralleler Systeme: Mehrere Systeme, die nicht identisch sein müssen, werden phasenweisen Prüfungen unterzogen. Ein vorrangiges Ziel ist, das Zuverlässigkeitswachstum mehrerer Systeme zu vergleichen.

Latente Klassenanalyse

Marktforscher und Sozialwissenschaftler brauchen Werkzeuge, mit denen sie die Komplexität ihrer Daten reduzieren können. Latente Klassenanalyse (Latent Class Analysis, LCA) ist eine statistische Methode zur Identifizierung nicht beobachteter Klassenzugehörigkeit zwischen Subjekten mithilfe kategorialer beobachteter Variablen. Ein Versicherer möchte zum Beispiel Personen basierend auf dem gefahrenen Automodell, ihrer Unfallhäufigkeit und anderen öffentlich verfügbaren Daten in unterschiedliche Fahrerkategorien einteilen (latente Klassen). JMP 13 stellt die latente Klassenanalyse im neu organisierten Cluster-Untermenü bereit, das eine Reihe von Techniken umfasst: Hierarchisch, k Mittelwerte, normale Mischungen und Clustervariablen.

Multidimensionale Skalierung (MDS)

Die multidimensionale Skalierung ist ein beliebtes multivariates Statistikverfahren, das von Sensoranalytikern, Sozialwissenschaftlern, Marktforschern und Biologen verwendet wird, um eine visuelle Darstellung der Ähnlichkeiten innerhalb einer Gruppe von Objekten zu ermitteln. In einer Matrix wahrgenommener Ähnlichkeiten zwischen verschiedenen Automarken erstellt MDS zum Beispiel eine Karte, auf der Punkte, die ähnliche Autos darstellen, näher zusammen sind, als Punkte von Autos, bei denen weniger Ähnlichkeiten zu erkennen sind. Es gibt nur wenig formale Untersuchungen für MDS, wie etwa das Testen von Hypothesen. Sie ist jedoch ein gutes Werkzeug für den Vergleich von Produkten und die fundierte Beurteilung von Ähnlichkeiten, ohne eine Liste von Produktattributen erstellen zu müssen, wie bei anderen Methoden, etwa der Conjoint-Analyse und der Faktorenanalyse.

MaxDiff

Die MaxDiff-Analyse ist eine Technik zur Analyse von Kundenpräferenzen. Ähnlich der Choice-Analyse wählen befragte Personen einfach die beste und die schlechteste Alternative aus einer Reihe von vorgegebenen Optionen aus. MaxDiff-Untersuchungen können häufig einfacher durchgeführt werden als standardmäßige Choice-Versuchspläne und sind in bestimmten Kontexten auch informativer. Mit JMP 13 können Wissenschaftler nicht nur MaxDiff-Untersuchungen analysieren, sondern auch mithilfe der DOE-Plattform planen.

Option „Keine Auswahl“ in Choice-Analyse

Viele Marktforscher führen Choice-Versuchsplänen aus, bei denen „keine Präferenz“ anstelle einer bestimmten Option gewählt werden kann. Wenn diese Wahlmöglichkeit, sofern sie vorhanden ist, ignoriert wird, kommt es zu verzerrten Analyseergebnissen. JMP 13 unterstützt nun diese wichtige Option.

JSL-Verbesserungen

Viele Benutzer schätzen die Skripterstellung, da sie wiederkehrende Aufgaben vereinfachen, sodass sie sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren können, wie das Erstellen von Modellen, das Planen und Ausführen von Experimenten und Finden nützlicher Methoden zur Weitergabe der gefundenen Ergebnisse. Für andere Benutzer stellt die Skripterstellung eine Erweiterung der JMP-Funktionen dar, die JMP zu einem breit nutzbaren Werkzeug macht. JSL bietet folgende neue Funktionen und strukturelle Veränderungen:

  • Schnellere Listenverarbeitung
  • Automatisches Speichern
  • Verbesserte Namensraumkontrolle

JMP® 13 – Neue Funktionen im Überblick


Datenimport, Datentabelle, Bereinigung, Datenvisualisierung, Allgemein
  • Allgemeine Erweiterungen der Funktion „Abfrage erstellen“
  • Schaltfläche zum Ausführen von Skripten in einer Datentabelle mit einem einzigen Mausklick (anstelle des Aufrufs über ein Menü).
  • Verbesserte Unterstützung für „Big Data“-Datenbanken, einschließlich: Apache Hive, Cloudera Impala, Amazon Redshift, Amazon Aurora und Amazon MariaDB.
  • Die Skalentypen wurden um „Keiner“, „Mehrfachantwort“ und „Unstrukturierter Text“ erweitert.
  • HDF5-Dateiimport: Verarbeitet einfache HDF5-Dateien mit Dimension 2 (Datentabellen ohne Vektorzellen).
  • Mit „Datei > Schnelles Öffnen“ können Sie JMP-Dateien anhand ihres Namens suchen, ohne durch den Dateibrowser zu navigieren (nur Windows).
  • Unterstützung für virtuelle Verbindungen: Verbindung von zwei oder mehr JMP-Tabellen über die Spalteneigenschaften „Verbindungs-ID“ und „Verbindungsreferenz“, ohne Erstellen einer tatsächlichen Verbindung.
  • Neues HTML-basiertes Hilfesystem mit Verbesserungen für Suche, Indexierung und Geschwindigkeit.
  • Formeleditor mit neuen Tools für einfacheres Erstellen und Anzeigen von Formeln. Modellierungsfunktionen wurden in das Untermenü „Screening“ im Menü „Analysieren“ verschoben.
  • Prädiktor-Screening (vormals „Screening-Prädiktoren“) verbindet das Untermenü „Screening“ mit den Plattformen „Zielgrößen-Screening“ und „Prozess-Screening“.
  • JSON-Daten können importiert und exportiert werden.
  • Der Excel-Importassistent bietet Funktionen zum Importieren von Zellfarben, Festlegen von Trennzeichen in mehrzeiligen Überschriften, Stapeln von Daten und Kopieren von Überschriften in Zeilenbereichen.
  • Paralldiagramm-Element verfügbar in „Graphik erstellen“.
  • Verbesserungen des Tree Map-Elements der Funktion „Graphik erstellen“: Unterstützung für N-Levels, Durchsuchen durch Klicken auf eine Unterkategorie und Optionen für einfarbige Tree Maps. Außerdem Beschriftungs- und Schriftartverbesserungen zur Erstellung komplexer, einfach zu lesender Tree Maps.
  • Allgemeine Verbesserungen in „Graphik erstellen“
  • Aktive Datentabellen, Journale und Skripte werden in regelmäßigen Abständen automatisch gespeichert, wenn die Einstellung „Zeitablauf beim automatischen Speichern“ in den Voreinstellungen auf der Seite „Allgemein“ aktiviert wurde.
  • Neue Transformationen: Quantil, Wochentag Abk., zufällige Stichproben, gleitende Durchschnitte, Verschiebung.
  • Neue Helligkeitsnebenbedingungen im Dialogfeld der Legendeneinstellungen.
  • Neue Farbschemata: Viridis und Magma.
  • Neue benutzerdefinierte Zahlenformatoptionen, die insbesondere für Achsenbeschriftungen nützlich sind.

Erstellen von Dashboards und Weitergeben von Ergebnissen
  • Der Modus zum Erstellen von Dashboards der Funktion „Anwendung erstellen“ ist nun die Standardeinstellung. Mit „Datei > Neues Dashboard“ zeigen Sie einen Vorlagen-Bildschirm an, auf dem Sie ein individuelles Dashboard mit JMP-Berichten und Datentabellen einfach erstellen können. Dashboards sind eine interaktive Möglichkeit, Berichte in einem einzelnen Fenster zu kombinieren, und können als visuelles Tool für das regelmäßige Ausführen und Präsentieren von Berichten genutzt werden. Hierbei ist keinerlei eigene Skripterstellung erforderlich.
  • „Fenster verbinden“ enthält nun Optionen zum Anzeigen eines kombinierten Berichts in der Zusammenfassungsansicht und/ oder zum Hinzufügen eines Graphik (auswahl) fi lters bei der Erstellung. In „Fenster verbinden“ können Sie nun mit einem einzelnen Mausklick ein JMP-Dashboard erstellen.
  • Mit dem Befehl „Excel-Arbeitsmappe erzeugen“ im Menü „Ansicht“ können Sie mehrere JMP-Datentabellen in einer einzelnen Microsoft Excel-Arbeitsmappe speichern.
  • Neue interaktive HTML-Optionen erweitern die Weitergabemöglichkeiten:
    • Die Option „Ansicht > Webbericht erstellen“ erstellt eine Webseite, auf der Berichte, beschreibender Text und Graphiken angezeigt werden. Die generierten Ordner und Indexseiten sowie die resultierenden interaktiven HTML-Berichte können auf einen Webserver für den gemeinsamen Zugriff auf interaktive JMP-Berichte hochgeladen werden, die zum Beispiel nach Datum oder Projekt gruppiert werden können.
    • Partielle Unterstützung für interaktive HTML-Berichte der Funktion „Graphik erstellen“.
    • Interaktive HTML-Unterstützung für Dashboard-Layouts, die mit der Dashboard Builder-Funktion erstellt wurden.
    • Unterstützung für Wertbeschriftungen für interaktive HTMLBerichte.
    • Interaktiver HTML Pre-fl ight- Bericht für nicht unterstützte JMP-Elemente im JMP-Log.

Versuchsplanung (DOE – Design of Experiments)
  • „Definitives Screening anpassen“ ist im DOE-Menü verfügbar. Spezifi sche, maßgeschneiderte Modellierungstechnik für defi native Screening-Designs (DSDs).
  • Das geänderte DOE-Menü enthält nun zahlreiche gruppierte Designer unter neuen, deskriptiven Überschriften.
  • Zusätzliche Optionen für „Anzahl der zusätzlichen Einzelversuche“ für DSD. Dies schafft ein Design, das alle Alias-Eigenschaften eines DSD besitzt, aber dank der zusätzlichen Einzelversuche eine noch leistungsfähigere Analyse bereitstellt. Es gibt Optionen für null, vier oder acht zusätzliche Einzelversuche, was dem Hinzufügen und Entfernen zusätzlicher Faktoren entspricht.
  • Plattform „Designs vergleichen“: In früheren Versionen von JMP war es schwierig, Designs zu vergleichen – vor allem bei mehr als zwei Designs. Nun können Sie in einem einzelnen Bericht mehrere Designs nebeneinander vergleichen.
  • „Design nach Maß“ kann nun realistische Daten für Versuche simulieren und Ergebnisse basierend auf Zählungen oder bestanden/ nicht bestanden generieren, durch die zusätzlichen Binomialund Poisson-Verteilungen in der Funktion „Zielgrößen simulieren“. Das DOE-Skript wird auch in der Design-Tabelle gespeichert, sodas die Effekte und Ergebnisverteilungen nach der Erstellung des Designs angepasst werden können.
  • Die Erstellung des MaxDiff - Designs (auch bekannt als „beste/ schlechteste“) ist nun im Untermenü „Verbraucherstudien“ des DOE-Menüs verfügbar.

Statistik, Vorhersagemodelle und Data Mining
  • Text Explorer: Neue Plattform für die Analyse unstrukturierter Textdaten. Der Text Explorer bietet grundlegende Tools für die Analyse von unstrukturierten Textdaten aus Umfragen oder technischen Aufzeichnungen. Schnittstelle für regulärer Ausdrücke (RegEx) zum Erstellen und Speichern benutzerdefi nierter RegExe für das Extrahieren von Artikelnummern, Wörtern zwischen HTML-Tags, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Währungen und vielem mehr.
  • „Prozess-Screening“ führt Qualitätsregelkarten-, Stabilitäts- und Prozessfähigkeitsberechnungen für Tausende von Spalten und/ oder Gruppen durch. Die Prozess- Screening-Plattform ergänzt die Palette der Screening-Tools und ist über ein Untermenü des Menüs „Analysieren“ verfügbar.
  • Änderungen des Standard-Layouts für „Kleinste Quadrate anpassen“: Vereinfachte Berichtsausgabe, studentisierte Residuen und Box-Cox- Transformationen mit Optionen zum erneuten Anpassen/Ersetzen.
  • „Modell anpassen“ und „Verteilung“ unterstützen nun den Modellierungstyp Mehrfachantwort.
  • Neue Plattform „Latente Klassenanalyse“. Die latente Klassenanalyse ist eine Cluster-Technik für kategoriale Variablen.
  • Stark verbesserte SWZ-Imputation in „Fehlende Werte untersuchen“.
  • Neue TOST (Two One-Sided Test)- Äquivalenztests in der Plattform „Verteilung“.
  • Neue Kurven in der Plattform „Kurve anpassen“: Probit-Kurve (2P- und 4P-Versionen); Rodbardund Hill-Kurven. „Kurve anpassen“ kann nun unabhängig von der Plattform „Nichtlinear“ aufgerufen werden.
  • Methode „Dünn besetzte PCA“ wurde PCA hinzugefügt.
  • Neues Analysediagramm für die Plattform „Partition“.
  • Neues „Clustern“-Untermenü im Menü „Analysieren“ stellt hierarchisches Clustern, K-Means, Normale Mischungen, latente Klassenanalyse und Clustern von Variablen bereit.
  • Cox-Mischungsmodelle können nun zusammen mit Prozessvariablen und Pseudokomponenten- Kodierung verwendet werden. Diese Modelle werden jedoch nicht für kubische Scheffé-Modelle oder bei Termen der Ordnung 2 und höher unterstützt. Neuer Bericht zu Cox-Komponenteneffekten. Ausgeblendete Spalte für den Gradienten der Referenzmischung, sodass ein partieller oder eingeschränkter E_ ekt erzeugt werden kann.

Qualitätstechnik, Zuverlässigkeit und Six Sigma
  • Prozessfähigkeitplattform unterstützt automatische Verteilungsauswahl (die Daten entscheiden die beste Verteilung); neue Wahrscheinlichkeitsdiagramme zur Bewertung der Verteilungsmodell- Anpassung.
  • Unterstützung für nicht normalverteilte Prozessfähigkeitsanalyse.
  • Neue Registerkarten für das Zuverlässigkeitswachstum gleichzeitiger und paralleler Systeme in Plattform „Zuverlässigkeitswachstum“.
  • Neue normale und SEV-Verteilungen in „Lebensdauer parametrisch anpassen“ und Option „Alle anpassen“.
  • Neue Plattform „Kumulierter Schaden“ zur Analyse von beschleunigten Lebensdauertest-Modellen mit zeitlich variierendem Stress.
  • Lebensdauerverteilung „Alle anpassen“ mit Ursachenmodellen erstellt hierarchisch strukturierte Berichte. Lebensdauerverteilung unterstützt zensierte Beobachtungsdiagramme für rechts zensierte Daten. Voreinstellung zur Plattformverwendung muss aktiviert werden.
  • Unterstützung für Lage-Skalen- Verteilungen für die parametrische Lebensdauer.
  • Likelihood-Intervall kann über eine Voreinstellung in „Lebensdauer nach X anpassen“ als Standard festgelegt werden.
  • Beim Starten des Lebensdauerverteilungsformats der Zuverlässigkeitsvorhersage kann der Anwender beliebige vorhandene Risikosätze anordnen.

Verbraucher- und Marktforschung
  • Choice-Modelle: Option „Keine Auswahl“ für Situationen, in denen der Studienteilnehmer keine der vorgeschlagenen Antworten wählen möchte.
  • MaxDiff (beste/schlechteste): Eine neue Plattform, die verschiedene Auswahlanalysen zur Bewertung von Kundenpräferenzen bereitstellt.
  • Neues MaxDiff -Design unter „DOE > Verbraucherstudien > MaxDiff -Design“.
  • Rate pro Antwort und Mehrfachantworten in äußeren Verschachtelungen neu in der Kategorieplattform.
  • Plattform „Multidimensionale Skalierung“ (MDS) ist nun im Untermenü „Verbraucherforschung“ des_Menüs „Analysieren“.

Ausgewählte Verbesserungen der JSL
  • Dokumentspezifi sche Stilunterstützung in Skriptfenstern.
  • Neue Funktion: Using Namespace ();
  • Deutliche Verbesserung der Verarbeitung von Listen durch JSL.

Dokumentation

Laden Sie eine PDF-Datei der neuen Funktionen in JMP und JMP Pro herunter oder verwenden Sie unsere durchsuchbare Online-Dokumentation.

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